BJJ Street Guard – Eine Guard für jede Lebenslage;-) Teil 1: Die Closed Guard

BJJ Selbstverteidigung aus der Rückenlage
Eine starke Kopfkontrolle, von der aus, man in verschiedene, andere Kontrollpositionen, wechseln kann

Wenn ich mir aus der Rücklage eine Position aussuchen dürfte, aus der ich einen Kampf beginnen will, dann würde ich die Closed Guard wählen. Keine andere Position gibt mir diese aggressive Form der Kontrolle und des „Pressure.“, in Kombination mit Submissions, Sweeps und Back Takes.

In einem meiner letzten Artikel ging es ja darum, ob die Guard eine Berechtigung für die Selbstverteidigung hat und nachdem ich diese Frage mit einem relativ ausführlichen „Ja“ beantwortet habe, möchte ich heute einmal auf die konkreten Prinzipien und Strategien der Guard Position eingehen und erläutern wie eine Guard funktionieren muss, damit sie gut in der Selbstverteidigung funktioniert. Da dies ein sehr komplexes Thema ist, werde ich auch hier mehr als einen Artikel verfassen. Beginnen möchte ich aber heute mit dem absoluten Klassiker, der Closed Guard, also der geschlossenen Guard. Wie keine andere Position, hat die Closed Guard das Bild des BJJ im MMA (bzw. damals noch Vale Tudo) geprägt und es hat Jahre gedauert bis wir überhaupt realisierten, das es auch noch viele andere Guard Positionen gibt.

Für mich ist die Closed Guard, die erste Guard, die ein Schüler lernen sollte, weil sie eine sehr starke Kontrollposition ist und in den verschiedenen Szenarien (SV, Gi, No-Gi, MMA) gut funktioniert. Darüber hinaus bietet sie, wie schon erwähnt, extrem effektive Übergänge in andere Positionen, wie die Mount oder Back Mount Position und auch klassische Submissions wir der Triangle Choke, der gestreckte Armhebel oder der Oma Plata sind aus der geschlossenen Guard sehr gut auszuführen. Die Art und Weise wie ich die Closed Guard für mich nutze macht eigentlich keinen Unterschied, was das Szenario betrifft. Ich arbeite sehr eng und kontrolliere die Extremitäten meines Gegners, egal ob wir mit oder ohne Schläge kämpfen. Das macht es für mich als Lehrer auch einfach, diese Position uneingeschränkt zu empfehlen. Was sind also die Prinzipien einer effektiven Guard, die auf der Straße und auf der Matte funktioniert?

Die Kontrolle des Oberkörpers
Einer der wichtigsten Punkte überhaupt, ist die Kontrolle des Oberkörpers, oder einfacher gesagt, solange der Kopf meines Gegners, auf meiner Brust klebt, wird es schwer für Ihn, mich K.O. zu schlagen, oder meine Guard zu passieren (wobei ich selber gerne die Guard passiere und meinen Kopf auf der Brust meines Gegners habe, aber das ist halt die Ausnahme;-)).

Je mehr sich ein Gegner in der Guard aufrichten kann, desto mehr Distanz hat er, um seine Schläge zu beschleunigen und das kann dann sehr gefährlich werden. Ähnlich wie im Standkampf auch, wollen wir keinen Kampf in der „Halbdistanz“. Entweder wir sind sehr weit weg, oder eben sehr nah am Mann dran. Wenn wir also den gegnerischen Kopf auf unserer Brust, oder manchmal auch Bauch, kontrollieren, sind wir in einer engen „Clinch Position“ und dadurch relativ sicher und vor harten Schlägen geschützt. Würde man jetzt mit Gi trainieren und wäre auf eine klassische Collar & Sleeve Kontrolle fixiert, also auf ein Griff am Ärmel und ein Griff am Revers, dann wäre dies zwar effektiv für den Kampf ohne Schläge, mit Schlägen, wäre dies jedoch genau die Halbdistanz, die es zu vermeiden gilt, um nicht Schläge und Kopfstöße zu kassieren.

Da wir innerhalb unserer Schule allerdings sowieso nur No-Gi trainieren, haben wir ausschließlich enge, körpernahe Methoden der Kontrolle und so spielt es in der Closed Guard eine eher untergeordnete Rolle, ob der Gegner schlägt oder nicht. Die Kontrolle des Oberkörpers ist allerdings nicht einfach ein einzelner Griff, sondern ein System aus verschiedenen Kontrollpositionen und Übergängen die die Positionen miteinander verbinden.

Die wichtigsten Positionen in unserem System sind:

  • Overhook & Kopfkontrolle (2 Versionen)
  • High Guard
  • Head & Arm Kontrolle
  • Side Guard
  • Williams Guard
  • No-Gi Spider Guard

Die Rubber Guard wäre eine weitere Option, aber auch wenn ich Eddie Bravo wirklich mag und schätze und einige seiner Entwicklungen wirklich gut finde, kann ich mit dieser Position als Athlet und auch als Coach nichts anfangen, da sie meiner Meinung nach nicht nur eine extreme Flexibilität voraussetzt, sondern auch sehr viel Stress im unteren Rücken, den Hüften und Kniegelenken verursacht.

Die 45 Grad Regel
Idealerweise befindet sich der Kopf eines Angreifers flach auf der Brust des BJJ Anwenders, oder maximal in einem Winkel von 45 Grad über ihm. Von 0 – 45 Grad lässt sich ein Gegner relativ gut am Kopf kontrollieren,. Bewegt sich der gegnerische Oberkörper schon in einem Winkel von 45-90 Grad über dem Körper des BJJ Anwenders, muss dieser auf andere Kontrollmechanismen zurück greifen. Eine geschlossene Guard, ist dann, gerade auch wenn Schläge erlaubt und zu erwarten sind, nur schwer möglich. Wobei ich mich da korrigieren muss, möglich ist sie, sie wird ja auch oft genauso unterrichtet, aber funktionieren tut sie in diesem Kontext nur selten, gerade wenn der Angreifer physisch stark und aggressiv ist.

Raum nehmen und Raum schaffen
Einfach abgekürzt beschreibt dieser Satz die Idee der geschlossenen Guard. Man nimmt dem Angreifer jeglichen Platz für seine Angriffe (egal ob Grappling Techniken oder Schläge) und kontrolliert so seine Haltung und Körperstruktur. Aus dieser, für ihn schlechten Position heraus, schafft man wiederum Platz, um eigene Angriffe zu starten. Grundsätzlich ist das Spiel der Guard, also immer ein Spiel zwischen Raum wegnehmen und Raum neu erschaffen, um anzugreifen. Das macht die Guard auch relativ schwierig und ich würde jedem Anfänger empfehlen, in einem echten Kampf , immer aus den oberen Positionen zu kämpfen. Später relativiert sich das etwas, aber in der ersten Zeit, ist der Kampf aus der Oberlage einfach sicherer und erfolgversprechender.

Die Kontrolle mit dem Overhook
Der Overhook in Anwendung

Overhook & Kopfkontrolle
Die wohl klassischste aller Closed Guard Kontrollen und auch die erste die ich meinen Schülern unterrichte. Man kontrolliert den gegnerischen Kopf auf seiner eigenen Brust, indem man ihn so umklammert, das die eigene Armbeuge genau am Nacken aufliegt, quasi so als würde man einen Mata Leao auf der falschen Halsseite ausführen. Der freie Arm umklammert den Arm des Gegners entweder komplett, so das ein Overhook entsteht, oder man legt nur den Ellenbogen über den Arm des Gegners und presst ihn so in die eigene Armbeuge. Der Overhook hat einen größeren Kontrolleffekt, aber die zweite Version, ist ein wenig mobiler und Übergänge fallen mit ihr leichter. Der Nachteil dieser Position liegt darin, das man nicht ganz so leicht die nötige Distanz für die verschiedenen Angriffe schaffen kann. Mit der nötigen Hüftbewegung ist dies zwar möglich, aber man buhst auch etwas Kontrolle dabei ein.

Für die Selbstverteidigung ist diese Position allerdings sehr einfach und effektiv einzusetzen, da die wenigsten untrainierten Menschen, wissen, wie sie die strukturellen Schwachpunkte dieser Position ausnutzen können und sich viele Möglichkeiten für Triangle Chokes, gestreckte Armhebel und Oma Platas ergeben. Auch Schläge auf den Hinterkopf, sowie Fersenschläge in die Nieren, bzw. Oberschenkel sind sehr gut möglich.

High Guard in der Selbstverteidigung
Die High Guard in Anwendung

Die High Guard
Dies ist meistens die zweite Kontrollposition, die ich am Anfang unterrichte und sie ergibt sich meistens, aus der Verteidigung, gegen die erste Position. Warum? Ganz einfach, für den Overhook und die Kopfkontrolle, brauch man einen Arm des Gegners am Boden. Ein Overhook ist nur dann möglich, wenn die gegnerische Hand den Boden berührt und aus diesem Grund legen geübte Angreifer die Hände auf den Oberkörper des Anwenders und halten dabei ihre eigenen Ellenbogen eng. Mit dieser Taktik lässt sich ein Overhook vermeiden, aber er gibt dem BJJ Anwender die Möglichkeit für einen Übergang in die High Guard. In der High Guard klettert man mit den Beinen am Gegner nach oben in Richtung des Kopfes und hält die Guard dort fest, indem man ein Bein hinter und das andere Bein über der Schulter platziert und die Füße dann kreuzt. Dadurch bricht man die Struktur der Schultern und kontrolliert den Oberkörper, am Ende der Wirbelsäule. Man maximiert also den Hebel. Man kann in dieser Position sein ganzes Gewicht auf den Gegner legen und hat auch hier wieder die „Klassischen 3“ also Triangle Choke, gestreckter Armbar und Oma Plata als Submission Möglichkeit. Darüber hinaus hat man in dieser Position die Hände frei und kann sehr schmerzhafte Ellenbogen Schläge von oben auf den Scheitel des Gegners ausführen. Auch Fausthiebe ins Gesicht sind sehr gut möglich, ohne dabei selber ein großes Risiko von Gegentreffern einzugehen.

Closed Guard
Head & Arm Kontrolle in Anwendung

Die Head & Arm Kontrolle
Auch wenn man aus dieser Position wenige Submissions zur Verfügung hat, ist sie doch eine sehr starke Kontrollposition und bietet gute Möglichkeiten den Gegner zu sweepen, bzw. auf seinen Rücken zu klettern. Wir nutzen die Head & Arm Kontrolle nicht nur am Boden, sondern auch im Stand als sekundäre Kontrollposition im Clinch. Man klammert also den Kopf, ähnlich wie in der ersten Kontrollposition und macht dann keinen Overhook, sondern greift unter der Achsel des Gegners hindurch, um die Hände zu schließen. So hat man eine extrem starke Kontrolle des Oberkörpers und kann sehr gut, unter dem Gegnerischen Arm zum Rücken des Gegners klettern. Durch die Positionierung am Ende der Wirbelsäule, wird der Hebel maximiert und es entsteht ein starker Druck auf der Halswirbelsäule, welche den Gegner in seinen Handlungsmöglichkeiten stark einschränkt. Auch Wechsel in andere Guard Positionen, wie die Butterfly Guard, sind aus dieser Position möglich, für die SV aber eher selten notwendig.

Die Side Guard
Die Side Guard in Anwendung

Die Side Guard
Meine absolute Lieblingskontrolle in der Guard. Die Side Guard, ist extrem effektiv und führt direkt zur Back Mount oder Mount Position. Darüber hinaus sind starke Übergänge in den gestreckten Armhebel und in den Kimura möglich. Für mich ist diese Kontrollposition die Position, in der ich am meisten Druck aufbauen und meinen Gegner nach unten ziehen kann, von daher ist es meine „Go-To Position“ wenn ich in der geschlossenen Guard lande. Bei der Side Guard liegt man etwas seitlich zum Gegner und hat die gegnerischen Arme auf einer Seite festgelegt. Dabei kontrolliert man den Kopf und Latissimus des Gegners, um ihn daran zu hindern diese Position zu verlassen. Auch hier sind Fersen- und Ellenbogenschläge möglich, gerade der Rücken und Hinterkopf bieten gute Angriffsziele.

Williams Guard
Auf dem Weg in die Williams Guard

Die Williams Guard
Gehört jetzt nicht zu meinen Favoriten, ist aber eine sehr gute und vor allem auch einfache Kontrollposition. Auf den ersten Blick ähnelt sie zwar der Rubber Guard, aber dies ist nicht der Fall. Man braucht keinerlei große Beweglichkeit, um die Williams Guard umzusetzen. Man greift dabei einfach unter dem eigenen Bein hindurch und sichert sich einen Underhook an der gegnerischen Schulter. Der freie Unterarm presst dabei gegen den Hals des Gegners und schafft somit eine gewisse Distanz, während der Underhook eine Zugbewegung ausführt. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern auch eine sehr gute Kontrolle, die dem Gegner kaum eine Möglichkeit des Schlagens oder Passierens der Guard bietet. Darüber hinaus sind auch hier wieder die „Klassischen 3“ möglich.

Closed Guard
Die No-Gi Spider Guard in Anwendung

Die No-Gi Spider Guard
Diese Position würde ich eher als Notlösung ansehen und weniger als stabile Kontrollposition. Die No-Gi Spider Guard entsteht, wenn sich der Gegner etwas Platz mit seinem Oberkörper verschaffen kann und sich ungefähr 45 Grad aufrichtet. Um weiterhin Kontrolle zu haben, bzw. Schläge zu vermeiden, bringt man die Knie von der Innenseite der Arme gegen die Bizeps des Gegners. Gleichzeitig greift man seine Handgelenke oder Trizeps (Ich bevorzuge letzteres). Durch das Drücken der Knie und Ziehen der Arme entsteht ein gewisser Schereneffekt, der den Gegner daran hindert, frei zu schlagen. Allerdings ist die Kontrolle nicht ganz so gut, weil man den gegnerischen Kopf nicht unter Kontrolle hat. Ein Aufstehen, bzw. zurückweichen nach hinten, kann nur schwer verhindert werden. Von daher eignet sich diese Guard zwar gut gegen einen aggressiven Angreifer, der nach vorne stürmt, aber weniger gut gegen einen defensiven Gegner, der versucht aufzustehen. Der Triangle Choke lässt sich aus dieser Position relativ gut ansetzen und auch Kicks zum Gesicht, sind von da aus sehr gefährlich und schnell anwendbar.

Pressure & Die Rolle der Beine
Neben der Kontrolle des Oberkörpers, geht es in der gschlossenen Guard vor allem darum, das eigene Gewicht auf den Gegner zu projizieren, so das dieser eine zusätzliche Belastung hat. Dies ist sehr effizient, aber gerade für Anfänger eher schwierig umzusetzen. Grundsätzlich geht es darum, den Gegner so parallel zum Fußboden zu positionieren, wie möglich. Je gerade der Gegner sitzt, desto weniger Kontrolle hat man über Ihn.
Während die obengenannten Kontrollpositionen eher einen Zugeffekt haben (man zieht den Gegner parallel zum Fußboden), machen die Beine das Gegenteil. Sie bauen einen Gegendruck in die andere Richtung auf, was dafür sorgt das oft ein Schereneffekt entsteht, der auf die Wirbelsäule des Gegners wirkt. Dadurch wird jede Bewegung und gerade das Aufrichten enorm schwierig und kostet jede Menge Kraft. Genau das ist der Kernpunkt der Kontrolle innerhalb der Guard. Es geht nicht darum den Gegner zusammen zu quetschen, sondern ihn mehr oder weniger langzuziehen, um ihm so seine Kraft zu nehmen und ihn zu ermüden. Die Funktionsweise der Beine in Worte zu fassen ist sehr schwierig, Es gibt jedoch ein Video von mir, in dem ich genau diese Mechanik ausführlich erläutere.

Die Guard im MMA
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: wenn die Guard so gut funktioniert, warum sieht man dann nur noch sehr selten Submissions aus der Guard in MMA Kämpfen, bei denen ja Schläge erlaubt sind. Die Frage ist berechtigt und ich werde Sie ihnen beantworten,

Nackter Oberkörper, Vaseline und Schweiß
Alles was ich eben beschrieben habe, funktioniert nur, wenn man eine gewisse Reibung zwischen sich und dem Gegner aufbauen kann und dafür bedarf es Kleidung. Mit kurzen Hosen, Vaseline und Schweiß gibt es keine Kontrollmöglichkeiten und Schlagen ist die einzige Option. Dies geht dann ohne Frage viel besser aus der Oberlage. BJJ braucht keinen Gi, aber lange Hosen und T-Shirt und Verbot von Vaseline würden die Situation aus der Guard deutlich verändern.

MMA Handschuhe & Bandagen
Auch das, ein relativ einfaches Problem, Handschuhe und Bandagen schränken die Geschicklichkeit der Hand extrem ein und erlauben viele Griffmöglichkeiten nicht. Auch das wirkt sich negativ auf die Guard Kontrolle aus.

Schläge auf den Hinterkopf
Fast alle Schläge aus der Guard (zumindest die wirklich effektiven),zielen auf den Hinterkopf, dies ist im MMA fast überall verboten. Es gibt noch alte Aufnahmen die einige eindrucksvolle Anwendungen dieser Techniken zeigen, die sehr oft zu einem schnellen K.O. geführt haben,

Athlet vs. Athlet
In der SV kämpft man mit Technik gegen einen meistens untrainierten Angreifer, der keine Ahnung vom Grappling hat. Im MMA kämpfen zwei Athleten gegeneinander ,die alle Aspekte des Kämpfens verstehen und mehr oder weniger beherrschen. Es gibt keinen Überraschungseffekt und Dinge müssen hart erarbeitet. Kommt dazu jetzt noch Schweiß, Vaseline und nur Fight Shorts, ist die Chance auf eine effektive Guard Kontrolle sehr gering. Sie merken schon, all das sind Umstände, die ihnen so auf der Straße eher selten begegnen.

Messer & Beißen
Die Frage die ich ja auch schon ausführlich in meiner letzten Artikelserie behandelt habe. Natürlich sind die Spielregeln auf der Straße anders. Sie müssen eher selten damit rechnen, das ein Angreifer ihren Triangle Choke kontert, aber sie müssen darauf gefasst sein, das er ein Messer aus seiner Tasche holt und sie damit am Boden überrascht. Aus diesem Grund ist auch die Handkontrolle ein wichtiges Tool, was immer wieder Verwendung findet. Ähnlich wie im Clinch müssen Sie die Hände beobachten und ihre Kontrollpositionen eventuell so anpassen, das ihr Gegner daran gehindert wird, in ihre oder seine Taschen zu greifen. Auch das Beißen ist möglich und auch hier ist eine gute Kopfkontrolle und eine bewusste Achtsamkeit, ein wichtiger Punkt. Aufgrund der enge am Boden gibt es aus der Rückenlage keine perfekte Position, in der ein Angreifer nichts mehr machen kann. Die Sicherheit kann nur durch einen ständigen, angepassten Wechsel von Kontrollpositionen passieren und natürlich sollte man dabei auch eines nicht vergessen, wir wollen nicht minutenlang am Boden herum rollen und dabei schon gar nicht am Rücken liegen. Sobald sich eine Option auf Sweep oder Submission ergibt nutzen wir diese und führen den Kampf in der Oberlage weiter. Wir sind schließlich nicht in der Guard weil wir wollen, sondern weil wir aus irgendwelchen ungünstigen Umständen dazu gezwungen wurden. In einem perfekten Kampf, sind wir definitiv nicht in der Guard, auch nicht in der Closed Guard.

Das war Teil 1, im nächsten Teil wird es um die offene Guard Position gehen, auch dies ist eine interessante Position.

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